Kachelofen modernisieren


Egal ob Sie ein Einfamilienhaus gekauft haben das über einen alten Kachelofen verfügt oder Sie schon seit Jahrzehnten nicht mehr auf diesen in den eigenen vier Wänden verzichten möchten, irgendwann stellt sich die Frage ob man einen Kachelofen modernisieren kann. Die erfreuliche Antwort gleich vorab: So gut wie alle Kachelöfen können mit verschiedenen Maßnahmen auf einen aktuellen Stand gebracht werden, sowohl technisch als auch optisch. Auf dieser Seite beantworten wir alle Ihre Fragen rund um das Umbauen, Sanieren und Nachrüsten von Kachelöfen und zeigen verschiedene Möglichkeiten der Modernisierung auf.

Hafnertec moderner Kachelofen
© HAFNERTEC – moderner Kachelofen

Kann man einen Kachelofen modernisieren?


Ja, alte Kachelöfen können auf verschiedenste Weise modernisiert werden. Dies ist meist sogar sehr zu empfehlen, da hierdurch die Heizkosten und der eigene Energieverbrauch gesenkt werden können. In bestimmten Fällen ist die Modernisierung sogar verpflichtend, etwa wenn der aktuelle Kachelofeneinsatz nicht mehr den Anforderungen des Bundes-Immissionsschutzgesetz entspricht und getauscht werden muss. In der Regel wird Ihr Schornsteinfeger Sie darüber informieren.

Neben einem technischen Upgrade können Sie auch die Optik Ihres Kachelofens verändern, etwa durch ein Verputzen des Ofens oder einen Austausch der Kacheln. Sofern der aktuelle Einsatz nicht getauscht werden muss, kann auch der Umbau auf eine moderne Ofentür eine Option darstellen. Mit dieser erhält der Ofen eine moderne Optik und die Verbrennung wird durch eine besser Steuerung der Luftzufuhr optimiert.

Was zeichnet einen modernen Kachelofen aus?


Hafnertec Kachelofen modern
© HAFNERTEC – moderner Kachelofen

Ein klares Design, meist verputzt in Kombination mit flachen Kacheln, sorgt dafür dass ein Kachelofen modern aussieht und sich gut in offene Raumkonzepte mit viel Platz und Licht einfügt. Die Optik ist dabei an moderne Speicherkamine angelehnt und weist nur wenig Ähnlichkeiten mit den klassischen Kachelöfen der 70er und 80er Jahre auf.

Nicht nur die Optik, sonder auch die Technik hat sich bei Grundöfen in den letzten Jahren stark weiterentwickelt. Während früher Kachelöfen meist mit Holz, Öl oder Gas betrieben wurden, werden moderne Kachelöfen meist nur noch mit Holz oder Pellets befeuert. Mit speziellen Einsätzen können sogar beide Brennstoffe im gleichen Brennraum genutzt werden. 

Egal ob Holz oder Pellets, ein moderner Kachelofen ist deutlich effizienter und umweltfreundlicher als frühere Modelle. Dies liegt zum einen an neuen Einsätzen, welche einen hohen Wirkungsgrad (teils über 90%) aufweisen und durch höhere Verbrennungstemperaturen nur wenig Abgase und Feinstaub produzieren. Auch bei der Wärmespeicherung gab es große Fortschritte, so können moderne Speicherplatten mehr Energie aufnehmen und diese über einen längeren Zeitraum gleichmäßig in den Raum abgeben.

Bei einem neuen Kachelofen ist auch das Heizen komfortabler und einfacher. Während früher über den ganzen Abbrand die Luft manuell geregelt werden musste, da ansonsten die Energie des Holzes nicht optimal genutzt werden kann, verfügen moderne Kachelofeneinsätze über eine optionale Abbrandsteuerung. Diese regelt automatisch die Luftzufuhr in der Brennkammer und sorgt so für eine noch höhere Effizienz. In der Regel amortisieren sich die Zusatzkosten für eine Abbrandsteuerung bereits nach wenigen Jahren über den geringeren Holzverbrauch. Bei Einsätzen mit Pellets können Sie Ihren Ofen bequem per Fernbedienung oder App steuern. Dies ermöglicht das Ein- und Ausschalten, das Regeln der Heizleistung oder das Programmieren eines Zeitplans.

Welche Optionen habe ich bei der Modernisierung meines Kachelofens?


Bei der Grundlegenden technischen Modernisierung haben Sie die Wahl zwischen drei Optionen: 

  1. Ein Austausch des Kachelofeneinsatz durch einen modernen Holzeinsatz
  2. Ein Austausch des Kachelofeneinsatz durch einen Pelleteinsatz
  3. Ein Umbau des Kachelofens zu einem nachhaltigen wasserführenden Heizsystem

Die erste Option ist dabei zumeist am einfachsten umzusetzen, da es am Markt eine Vielzahl an Austauscheinsätzen gibt, welche mit bisherigen Kachelöfen kompatibel sind. Der Kachelofen kann meist ohne große Umbauarbeiten weiterbetrieben werden, lediglich der Einsatz, die Luft- und Rauchrohre, sowie falls gewünscht die Nachheizkästen werden ausgetauscht. Auf Wunsch können aktuelle Holzeinsätze mit einer automatischen Zündung und einer elektronischen Abbrandsteuerung erweitert werden, was die Effizienz und den Komfort deutlich steigert.

Hafnertec WFR XL

Hafnertec WFR XL

  • Emissionswerte gegen Null
  • Lebendiges Flammenbild
  • Made in Austria

Wer beim Heizen Holz nicht mehr von Hand nachlegen möchte, kann mit der Umrüstung auf einen Pelleteinsatz seinen Kachelofen modernisieren und gleichzeitig den Heizkomfort deutlich steigern. Dieser Brennstoff ist als Sackware leichter und sauberer zu Handhaben als klassisches Scheitholz. In der Kombination mit einem Kleintank oder einem Pelletlager im Keller kann mehrere Wochen oder Monate geheizt werde, ohne dass Pellets manuell nachgeschüttet werden müssten. Der Komfort ist dabei mit einer klassischen Heizung vergleichbar und der Kachelofen kann per Fernbedienung oder App eingeschalten und gesteuert werden.

Pellet-Kachelofeneinsatz Thermorossi Pvertical

Thermorossi Pvertical

  • Heizen mit Pellets
  • 11 kW Leistung und 90% Wirkungsgrad
  • Steuerung per App möglich

Bei wasserführenden Kachelöfen besteht die Möglichkeit diese mit moderner Technik zu einem Heizsystem für das ganze Haus umzubauen und somit die Wärme über mehrere Stockwerke zu verteilen. Die Grundlage dafür bildet ein wasserführender Kachelofeneinsatz in Kombination mit einem Pufferspeicher. Über diesen können die Heizkörper oder auf Wunsch eine Fußbodenheizung mit Warmwasser versorgt werden. Das Heizsystem kann optional mit einer Solaranlage oder einer Wärmepumpe erweitert werden. Ein solches System kann sowohl mit einem klassischen Scheitholz Einsatz realisiert werden, jedoch auch mit einem Dualen Einsatz, welcher den Betrieb mit Pellet und Stückholz im gleichen Feuerraum ermöglicht.

Hafnertec Kachelofeneinsatz DFR Water

Hafnertec DFR Water

  • Heizen mit Stückholz & Pellets
  • Als Zentralheizung nutzbar
  • Bis zu 50% BAFA-Förderung

Lohnt sich der Austausch eines alten Kachelofeneinsatz?


Auch wenn der Schornsteinfeger den Austausch des Kachelofeneinsatzes fordert und ein Handeln für viele Ofenbesitzer unumgänglich ist, werden sich viele Fragen ob das Modernisieren eines alten Ofens überhaupt sinnvoll ist. Schließlich entstehen bei einem Einsatztausch nicht unerhebliche Kosten, welche sich meist nur lohnen wenn ein weiterer Betrieb des Kachelofens gewünscht ist und man den bisherigen Ofen so beibehalten möchte.

Wenn ein Heizeinsatz getauscht werden muss, liegt das meist an seinem fortgeschrittenen Alter und damit einhergehenden schlechten Emissionswerten. Für viele Verbraucher ist dabei oft nicht klar, was denn auf einmal mit ihrem Ofen nicht mehr in Ordnung sein soll, nachdem er oft mehrere Jahrzehnte in Betrieb war. Wie in vielen anderen Bereichen auch hat der Gesetzgeber seine Anforderungen bezüglich Emissionswerten an neue technische Standards und wissenschaftliche Erkenntnisse angepasst. Somit kann es sein dass ein Kohlenmonoxidwert, welcher vor 20 Jahren als hinnehmbar angesehen wurde, heutzutage nicht mehr mit aktuellen Umwelt- und Gesundheitsrichtlinien vereinbar ist

In den vergangenen Jahren gab es einen beträchtlichen Fortschritt, was die Emissionswerte moderner Feuerungstechnik betrifft. So unterbietet etwa der Hersteller Hafnertec mit seiner Low Emission (LE) Technologie aktuelle Grenzwerte deutlich und ermöglicht sogar die Nutzung seiner Einsätze als alleinige Heizung.

Grenzwerte CO Emissionen
Grenzwerte Feinstaub Emissionen

Bei modernen Einsätzen kann zusätzlich eine automatische Abbrandregelung verbaut werden, welche die Verbrennung optimiert und dadurch den Holzverbrauch reduziert. Die Abbrandregelung regelt die Luftzufuhr und sorgt  dafür dass das Feuer immer die richtige Menge Sauerstoff erhält. Dabei erkennt die Steuerung die aktuellen Zugverhältnisse und ob der Ofen warm oder kalt ist. Somit muss die Luftzufuhr nicht mehr manuell geregelt werden, was den Komfort beim Heizen deutlich steigert. Im Vergleich zur manuellen Regelung der Luftzufuhr ist die Abbrandsteuerung bis zu 20% effizienter. Falls die Luftzufuhr falsch oder gar nicht geregelt wird, ist sie bis zu 80% effizienter. Somit hat sich die Abbrandregelung bereits nach wenigen Jahren bezahlt gemacht und wird über die Lebensdauer des Ofens mehrere tausend Euro an Heizkosten einsparen.

Kostenersparnis Abbrandsteuerung

Was muss man beim Sanieren eines Kachelofens beachten?


Grundsätzlich sollten Sie die Kosten und den Nutzen einer Sanierung gründlich abwägen, bevor Sie einen Handwerksbetrieb mit den Umbaumaßnahmen beauftragen. Ein Einsatztausch rechnet sich meist wenn Sie planen den Ofen noch mehrere Jahre weiter zu betreiben und dieser nicht durch einen anderen Ofen oder Kamin ersetzt werden soll. Zusätzlich können Sie von einer höheren Effizienz, einer modernen Optik und einfacheren Bedienung profitieren.

Sie sollten die Sanierung Ihres Ofens mit genügend Vorlauf planen, insbesondere dann wenn Sie durch Vorschriften austauschen müssen oder auf einen neuen Brennstoff umsteigen wollen. Hierbei empfiehlt es sich frühzeitig mit Handwerksbetrieben Kontakt aufzunehmen um deren Auslastung in Erfahrung zu bringen und ein verbindliches Angebot zu erhalten. Auch die Jahreszeit sollten Sie berücksichtigen, denn Umbauarbeiten im Winter können schwer umsetzbar sein, wenn der Kachelofen als Wärmequelle benötigt wird.

Auch für die tatsächlichen Modernisierungsmaßnahmen sollten Sie mit Ihrem Handwerkspartner den Arbeitsaufwand und die benötigte Zeit klären. Für den Austausch eines Heizeinsatzes sollten Sie ein bis zwei Tage veranschlagen. Komplexere Umbauten, etwa das Umrüsten des Ofens zu einer Zentralheizung inklusive Wasseranschluss, Pufferspeicher, Wärmepumpe und Solaranlage, können je nach Umfang bis zu zwei Wochen dauern.

Besonders wichtig ist dass Sie bei Ihrem Bauvorhaben frühzeitig Ihren Bezirksschornsteinfeger involvieren, denn nur dieser kann Ihnen eine verbindliche Auskunft zu den gewünschten Maßnahmen geben. Dabei werden etwa die Berechnungen der Kaminanlage überprüft und am Ende die Emissionswerte gemessen.

Bei der Auswahl eines Handwerksbetriebes sollten Sie darauf achten dass es sich um einen Meisterbetrieb handelt, welcher in die Handwerksrolle eingetragen ist. Nur ein solcher darf Ihnen am Ende eine Fachunternehmerbescheinigung ausstellen, welche Sie für die Abnahme durch den Schornsteinfeger zwingend benötigen.

Kann man einen Kachelofen zu einer Alleinheizung umbauen?


Früher war der Kachelofen das favorisierte Heizsystem im Voralpenraum und wurde oft als alleinige Heizung eingesetzt. Diese Öfen wurden in der Vergangenheit zunehmend von modernen Zentralheizungen abgelöst, welche mit Öl oder Gas betrieben werden. Aufgrund steigender Rohstoffpreise und einem wachsenden Umweltbewusstsein, möchten immer mehr Menschen ihr Zuhause CO2 neutral mit nachwachsenden Brennstoffen heizen. Wer seinen Kachelofen modernisieren möchte hat mit einem wasserführenden Kachelofen die ideale Ausgangslage um ein nachhaltiges, kosteneffizientes und langlebiges Heizsystem für das ganze Haus zu realisieren.

HAFNERTEC Kachelofen Zentralheizung
© HAFNERTEC: Kachelofen-Zentralheizung

Der österreichische Hersteller Hafnertec hat bereits früh das Potential von Kachelöfen als Zentralheizung erkannt und ein modulares System auf den Markt gebracht welches alle Aspekte der Heiztechnik umfasst. Dabei können Sie wahlweise Ihren Kachelofen mit Stückholz, Pellets oder beidem heizen. Dank der Pellettechnik mit Silotanks und einer automatischen Förderung bietet ein solches Heizsystem den gleichen Komfort wie eine klassische Zentralheizung. Die wasserführenden Heizeinsätze verfügen über genügend Leistung um das benötigte Warmwasser für die Heizkörper und, falls gewünscht, eine Flächenheizung über einen Pufferspeicher bereitzustellen. Optional kann ein solches Heizsystem mit einer thermischen Solaranlage, einer Photovoltaikanlage oder einer Wärmepumpe ergänzt werden.

Kann ich meinen alten Kachelofen mit einer App-Steuerung nachrüsten?


Ein App-Steuerung ermöglicht das regeln bestimmter Einstellungen am Ofen, etwa der Luftzufuhr, der Zündung, der Fördermenge an Brennstoffen oder des Gebläses. Damit eine Steuerung möglich ist, muss im Ofen ein entsprechendes Modul vorhanden sein, welches von einer App oder Fernbedienung angesteuert werden kann. Ein solches fehlt jedoch bei alten Einsätzen und kann auch nicht zu annehmbaren Kosten nachgerüstet werden. Sollten Sie also Ihren Ofen über eine App steuern wollen, führt meist kein Weg an einem Austausch des Heizeinsatzes vorbei.

Eine Alternative könnte der Einbau einer modernen Ofentür sein, welche sich ebenfalls über Bluetooth mit dem Smartphone steuern lässt. Mehr dazu erfahren Sie weiter unten im Artikel.

Kann man bei einem Kachelofen eine Abbrandregelung nachrüsten?


Eine Abbrandsteuerung stellt sicher dass das Feuer stets die richtige Menge an Luft erhält, damit die Verbrennung in jeder Phase mit größtmöglicher Effizienz abläuft. Falls Sie bereits über einen Kachelofen verfügen und diesen noch lange weiterverwenden möchten, kann das Modernisieren mit einer nachträglich einbaubaren Abbrandsteuerung Sinn machen. Hierbei wird im Luftrohr eine Drosselklappe installiert und die Rauchrohre mit einem Temperaturfühler erweitert. In der Regel ist eine Nachrüstung möglich ohne den Kachelofeneinsatz ausbauen zu müssen. In Einzelfällen ist dies jedoch erforderlich, was eine Nachrüstung zwar weiterhin möglich macht, sie ökonomisch aber nicht sinnvoll erscheinen lässt.

Alternativ können Sie auch eine automatische Ofentür installieren, welche eine Abbrandregelung bereits integriert hat.

Kann man bei einem Kachelofen eine moderne Tür verbauen?


Alte Kachelöfen verfügen oft nur über eine kleine Metallklappe als Tür, welche weder einen Blick auf die Flammen erlaubt, noch das Anheizen besonders komfortabel macht. Genau hierfür gibt es von Hafnertec die automatische Ofentür, welche in fast alle bestehenden Kachelöfen integriert werden kann. Die Ofentür verfügt über eine automatische Abbrandsteuerung, welche die Luftzufuhr in jeder Abbrandphase optimal einstellt und die Tür sogar schließen kann. Dabei sind keine umfangreichen Umbauarbeiten am Ofen notwendig, wie etwa ein Fühlereinbau im Rauchrohr oder das Legen einer Stromleitung. Sämtliche Komponenten befinden sich in der Ofentür und werden von einer Batterie betrieben.

Durch die automatische Steuerung kann der Wirkungsgrad eines alten Ofens um bis zu 20% gesteigert werden. Zusätzlich kann durch eine Bluetooth-Verbindung der Ofen nun bequem mit dem Smartphone gesteuert werden. Die automatische Ofentür ist in drei verschiedenen Farben und sieben verschiedenen Rahmengrößen verfügbar. Somit findet sich für jeden Kachelofen die passende Tür, optisch wie technisch.

Vorteile im Überblick

  • Steigert Wirkungsgrad um bis zu 20%
  • Einfacher Einbau und modernes Design
  • Integrierte Abbrandregelung
  • Automatisches Schließen der Tür
  • Einfache Bedienung
  • Steuerung per Smartphone

Vorher / nachher Vergleich (© Hafnertec)

Kann ich bei der Sanierung meines Ofens auf einen neuen Brennstoff umsteigen?


Traditionell werden die meisten Kachelöfen mit Holz befeuert, doch auch Heizeinsätze welche mit Öl, Gas oder Strom betrieben werden sind verbreitet. Da der Brennstoff eines Kachelofens an den Kachelofeneinsatz gebunden ist, kann über einen Austausch dessen auch der genutzte Brennstoff des Ofens umgestellt werden. 

Da sich viele Menschen für ihren Ofen ein natürliches Flammenbild wünschen, sind Einsätze für Biomasse hier die erste Wahl. Neben klassischen Holzeinsätzen werden spezielle Einsätze für Pellets immer beliebter. Hierbei profitieren Nutzer von einer sauberen und bequemen Handhabung, nutzen aber weiterhin nachwachsende Rohstoffe als Brennstoff. Wer sich nicht auf einen einzelnen Energieträger festlegen möchte, kann sich auch für einen Dualen Kachelofeneinsatz entscheiden, welcher sowohl mit Scheitholz als auch mit Pellets betrieben werden kann.

Weitere Informationen zum nachträglichen Einbau eines Pellet-Kachelofeneinsatz finden Sie auf unserer separaten Seite.

Pellet-Kachelofeneinsatz zum Nachrüsten

Sie denken darüber nach Ihren Kachelofen mit einem neuen Pelleteinsatz zu modernisieren? Wir beantworten alle Ihre Fragen in einem separaten Artikel.

  • Funktionsweise und Vorteile
  • Hersteller und Modelle
  • Kosten und Einsparpotential
  • Förderung und Finanzierung

Kann man bei einem Kachelofen einen Filter nachrüsten?


Um aktuelle Emissionsgrenzwerte einzuhalten ist auch der nachträgliche Einbau eines Partikelfilters oder Partikelabscheiders möglich. Hierbei besteht die Wahl zwischen einem passiven Filter, welcher mit Filterkassetten arbeitet, und einem aktiven Filter, welcher Feinstaub auf elektrostatischem Wege reduziert. Passive Filter sind günstiger, erfordern jedoch den regelmäßigen Austausch der Filterkassetten und sind damit wartungsintensiver und langfristig teurer. Aktive Filter müssen von einem Fachbetrieb installiert werden und finden ihren Platz in der Abgasstrecke des Kesselraum oder der Abgasleitung des Kamins. Für den Betrieb ist zwingend ein Stromanschluss erforderlich, damit sich durch die Elektrostatik die Rußpartikel in der Innenwandung des Partikelabscheiders ablagern. Ein aktiver Filter erfordert eine regelmäßige Entfernung der Rußablagerungen, damit er konstant seine Abscheidungsrate erreicht. 

Die Kosten für einen hochwertigen aktiven Partikelabscheider inklusive fachmännischem Einbau belaufen sich auf ca. 2.000 bis 3.000 €. Sofern am gleichen Kamin eine Biomasseheizung angeschlossen ist, kann beim Bundesamt für Ausfuhrkontrolle (BaFa) eine Förderung in Höhe von 750 € beantragt werden.

Der nachträgliche Einbau eines Partikelfilters ist zwar günstiger als der Austausch des Kachelofeneinsatzes, erfordert jedoch langfristig einen höheren Wartungsaufwand und verursacht laufende Zusatzkosten durch die Beschaffung von Filterkassetten oder die laufenden Stromkosten (ca. 30 Watt im Betrieb). Somit ist diese Modernisierung nur bei Kachelöfen zu empfehlen für welche es keine passenden Austausch-Einsätze gibt oder der Ofen unbedingt in seiner aktuellen Form fortbestehen soll.

Gibt es für das Sanieren eines Kachelofens eine Förderung?


Wer seinen Kachelofen modernisieren möchte, stellt sich sicherlich die Frage ob es hierfür staatliche Fördermittel gibt. Die Förderrichtlinien des BaFa werden laufend aktualisiert. Zum aktuellen Stand (Juli 2021) gibt es für die Modernisierung von Kachelöfen nur eine Förderung, sofern diese mit einem wasserführenden Pelletbrenner in Kombination mit einem Pufferspeicher ausgestattet werden. Der Kachelofen ähnelt dabei einer Zentralheizung auf Biomasse-Basis. Die maximale Förderhöhe (welche nicht zurückgezahlt werden muss) beträgt 50% bis zu einem Projektvolumen von 60.000 €.

Neben der Basisförderung für eine Biomasseanlage von 35% gibt es nochmals 10% Zuschuss wenn diese eine Ölheizung ablöst und weitere 5% wenn ein Sanierungsfahrplan für mehrere energetische Umbaumaßnahmen erstellt wird. Zu den förderfähigen Kosten zählt nicht nur der wasserführende Kachelofeneinsatz, sondern so gut wie alle Kosten die mit der Umrüstung anfallen (Kaminsanierung, Transportkosten, Ausbau alter Einsatz, Entsorgungskosten, etc.).

Förderfähige Kosten

  • Wasserführender Einsatz
  • Pufferspeicher
  • Pellet-Förderschnecke
  • Pellet-Saugsystem
  • Kaminsanierung (wenn erforderlich)
  • Einbaukosten
  • Transportkosten
  • Wartungsvertrag
  • Garantieverlängerung
  • Ausbau alter Einsatz
  • Entsorgungskosten

Kann man einen bestehenden Kachelofen neu verkleiden?


Viele Kachelöfen wurden vor mehreren Jahrzehnten errichtet, als andere Farben und Stile im Trend lagen. Da historisch Kachelöfen im ländlichen Bereich meist über grüne Kacheln verfügten, findet sich heute noch ein großer Bestand solcher Öfen im Alpenraum. Oft wurden auch neue Öfen an diesen Stil angelehnt und sind deutlich neuer, als es die Optik vermuten lassen würde. Besitzer eines solchen Ofens stellen sich manchmal vermutlich die Frage, ob Sie die alten Kacheln einfach austauschen können.

Grundsätzlich ist es möglich die bestehenden Kacheln zu entfernen und gegen neue Kacheln auszutauschen. Somit erhält der alte Kachelofen eine moderne Optik und kann technisch unverändert weitergenutzt werden. Da neue Ofenkeramik zudem meist eine höhere Speicherleistung hat, was auf einen höheren Anteil an Schamotten zurückzuführen ist, steigert sich die Effizienz Ihres Ofens.

Zu beachten ist jedoch dass so ein Vorgang auch anderweitige Arbeiten am Ofen erfordern kann, etwa den Rückbau von Überständen welche die neue Optik stören würden. Der Arbeitsaufwand eines solchen Umbaus sollte nicht unterschätzt werden. Das vorsichtige Abschlagen der alten Kacheln und Aufbringen der Neuen ist sehr zeitaufwendig und erfordert einen erfahrenen Ofenbauer. Daher sollten Sie abwägen ob sich der Aufwand für Sie lohnt. Besonders der Aufstellort des Ofens kann hier ausschlaggebend sein. Alte Kachelöfen befinden sich oft im Flur, damit mehrere Zimmer beheizt werden können. In einem solchen Fall ist es meist empfehlenswert den Ofen zurückzubauen und einen modernen Kachelofen im Wohnzimmer neu zu errichten.

Moderner Kachelofen mit Infinita Designkacheln
© HAFNERTEC: Moderner Kachelofen mit Infinita Designkacheln

Was kosten neue Kacheln für einen Kachelofen?


Die Kosten für den Umbau eines bestehenden Ofens weisen eine hohe Spanne auf, denn sie hängen von der Komplexität der Sanierungsarbeiten und den gewählten Kacheln ab. Da jeder Ofen anders ist, sowohl bezogen auf die Form, als auch die verwendeten Kacheln, sollten Sie für ein solches Vorhaben Kontakt mit einem Meisterbetrieb aufnehmen. Sie sollten aber mit Kosten im mittleren vierstelligen Bereich rechnen.

Auswahl an modernen Kacheln von Hafnertec
© HAFNERTEC: Über 70 verschiedene Glasuren von Kacheln sind verfügbar

Kann ich meinen Kachelofen streichen oder neu lackieren?


Mit hitzebeständigen Farben, welche speziell für Öfen und Heizkörper ausgelegt und hitzebeständig bis 120 Grad sind, kann ein Kachelofen neu gestrichen werden. Wichtig ist dass Sie den Ofen vor Beginn der Streicharbeiten gründlich reinigen. Auf den Kacheln dürfen sich keine Fettrückstände befinden, da ansonsten die Farbe nicht richtig haftet. Um sicherzugehen dass man nicht auf eine Oberfläche mit geringer Restfeuchtigkeit Farbe aufträgt, sollten Sie zwischen dem Reinigen und Lackieren mindestens sechs Stunden vergehen lassen.

Anschließend können Sie mit dem Streichen beginnen und auf alle Kacheln die neue Farbe auftragen. Wenn Sie damit fertig sind sollten Sie die Farbe für ca. vier Stunden trocknen lassen, damit Sie anschließend sehen können an welchen Stellen diese noch zu dünn aufgetragen ist. Um diese zu überdecken empfiehlt es sich eine weitere Schicht Farbe aufzutragen. Anschließend sollte der Kachelofen für mindestens drei Tage nicht betrieben werden, da es ansonsten zu einer Blasenbildung unter der Farbschicht kommen kann.

Das Streichen eines alten Kachelofens stellt die günstigste Möglichkeit dar dessen Optik zu verändern, birgt jedoch auch Risiken. Da jede Ofenkeramik anders ist, kann man nie im Voraus sagen wie gut ein neuer Lack die bisherige Farbe verdeckt und wie langlebig das Ergebnis ist. Vor dem Hintergrund dass Kachelöfen eine Lebensdauer von mehreren Jahrzehnten haben und ihr technisches Innenleben mit moderner Technik aufrüstbar ist, sollte ein solches Vorhaben gut überlegt sein.

Eine mögliche Alternative zum streichen des Ofens stellt das Verputzen der Kacheln dar, welches weiter unten vorgestellt wird.

Kann man einen Kachelofen neu verputzen?


Aktuelle Kachelöfen haben oft eine Optik die an Speicherkamine erinnert, mit sehr flachen Kacheln und glatt verputzten Flächen. Auch bestehende Öfen können mit einem speziellen Ofenputz optisch modernisiert werden. Wichtig ist hierbei dass ein hochwertiger Putz eingesetzt wird und die Arbeiten von einem Handwerksfachbetrieb durchgeführt werden. Je nachdem welche Kacheln aktuell verbaut sind, ist es eventuell notwendig den Ofen vorher in Steinwolle zu verpacken und eine dünne Stahlbetonwand darauf zu gießen. Dies verhindert dass sich im Putz Risse bilden, was bei Feuerstätten aufgrund der großen Temperaturunterschiede während des Betriebes leicht geschehen kann. Ein Fachbetrieb kann Ihnen Auskunft geben, ob ein solches Vorhaben auch bei Ihrem Ofen umsetzbar ist.

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